Verbandmittel-Definition

Branche warnt vor Lücken in der Wundversorgung

Änderungsbedarf beim geplanten Heil- und Hilfsmittel-Versorgungsgesetz (HHVG) sehen die Anbieter moderner Wundauflagen. Sonst entstehen Versorgungslücken für 900.000 chronische Wundpatienten, wenn Verbandmittel nicht mehr vollständig von den Krankenkassen erstattet werden, berichtet die Ärzte Zeitung am 12. Dezember 2016. Diese Bedenken äußern beispielsweise die Initiative Chronische Wunden (ICW) und die Hersteller moderner Wundversorgungsprodukte im BVMed.

Die Krankenkassen fordern im aktuellen Anhörungsverfahren eine enge Definition, um Wundverbände mit Zusatznutzen wie antimikrobielle Wundauflagen aus der unmittelbaren Erstattungsfähigkeit auszuschließen. Betroffen wären davon vor allem Patienten mit besonders schweren Wunden.

Für „verbandmittelähnliche“ Medizinprodukte wird ein Bewertungsverfahren durch den Gemeinsamen Bundesausschuss eingeführt, mit dem die Notwendigkeit und der Nutzen nachgewiesen werden sollen. Dafür müssten spezifische Regeln definiert werden, die Medizinprodukte erfüllen können, fordern die Hersteller.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Fristverlängerung für Verbandmittel-Studien im GVWG | BVMed: „Einsicht ist erfreulich“ | G-BA muss jetzt Klarheit schaffen

    Die sogenannten „sonstigen Produkte zur Wundbehandlung“ müssen künftig ihren Nutzen gesondert nachweisen und ein Bewertungsverfahren durchlaufen. Erst danach werden sie durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) weiterhin verordnungsfähig sein. Die Übergangsfrist für die betroffenen Produkte hat der Bundestag mit der Verabschiedung des Gesundheitsversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (GVWG) auf 36 Monate verlängert. Der BVMed begrüßt die Fristverlängerung. Die Zustimmung des Bundesrates wird am 25. Juni 2021 erwartet. Weiterlesen

  • MdB Stephan Pilsinger beim BVMed-Gesprächskreis: „Innovative Medizinprodukte müssen schnellstmöglich beim Patienten ankommen“

    Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht des CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger deutlich die Bedeutung einer gut funktionierenden Gesundheitswirtschaft gezeigt. „Nicht der Staat wird die Corona-Pandemie besiegen, sondern die Privatwirtschaft mit der Entwicklung der Impfstoffe und der notwendigen Medizinprodukte“, sagte Pilsinger auf dem digitalen Gesprächskreis Gesundheit des BVMed. Der CSU-Abgeordnete ist Arzt und Mitglied des Bundestags-Gesundheitsausschusses. Weiterlesen

  • MdB Dietrich Monstadt beim BVMed: „Wir müssen wieder als Innovationsstandort wahrgenommen werden“

    Maßnahmen zur Stärkung des Medizintechnik-Standorts Deutschland müssen in der kommenden Legislaturperiode diskutiert und beschlossen werden, um die Stärken der mittelständisch geprägten MedTech-Branche nicht zu verlieren. Das sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt, Berichterstatter seiner Fraktion für Medizinprodukte, auf dem digitalen Gesprächskreis Gesundheit des BVMed. Er sprach sich unter anderem dafür aus, beim Zugang der forschenden Industrie zum Forschungsdatenzentrum in der neuen Legislaturperiode Lösungen zu finden. Dies sei „wichtig für die Weiterentwicklung von medizintechnischen Innovationen“. Weiterlesen


©1999 - 2021 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik