Produktkategorien

in der Wundversorgung

Wundversorgungsprodukte werden gemäß Verbandmitteldefinition sowie durch Konkretisierung durch den G-BA künftig in drei Kategorien unterschieden(1).

Klassische Verbandmittel
bedecken und/oder saugen auf. Hierzu zählen bspw. sterile und unsterile Verbandstoffe, Kompressionsbinden und Saugkompressen. Diese Produkte sind weiterhin verordnungsfähig und erfahren keinerlei Änderungen.

Verbandmittel mit ergänzenden Eigenschaften
sind verordnungsfähig, wenn sie zu den oben genannten ergänzende Eigenschaften haben, z. B. wenn sie
  1. feucht halten,
  2. Wundexsudat binden,
  3. Gerüche binden,
  4. ein Verkleben mit der Wunde verhindern (antiadhäsiv) beziehungsweise atraumatisch wechselbar sind,
  5. reinigen oder
  6. antimikrobiell wirken
Sie dürfen dabei jedoch keine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkungsweise im menschlichen Körper entfalten.

Zu den Produkten dieser Kategorie gehören bspw. Hydrocolloide, Polyurethanschäume oder Alginate.

»Sonstige Produkte zur Wundbehandlung«
wirken im menschlichen Körper
  • pharmakologisch
  • immunologisch oder
  • metabolisch
Ihre Hauptwirkung beruht nicht auf den Funktionen eines Verbandmittels (Bedecken, Aufsaugen, Stabilisieren, Immobilisieren, Komprimieren).


(1) | G-BA-Beschluss | Arzneimittel-Richtlinie - Abschnitt P und Anlage Va | Verbandmittel und sonstige Produkte zur Wundbehandlung

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