Verbandmittel-Definition

Branche warnt vor Lücken in der Wundversorgung

Änderungsbedarf beim geplanten Heil- und Hilfsmittel-Versorgungsgesetz (HHVG) sehen die Anbieter moderner Wundauflagen. Sonst entstehen Versorgungslücken für 900.000 chronische Wundpatienten, wenn Verbandmittel nicht mehr vollständig von den Krankenkassen erstattet werden, berichtet die Ärzte Zeitung am 12. Dezember 2016. Diese Bedenken äußern beispielsweise die Initiative Chronische Wunden (ICW) und die Hersteller moderner Wundversorgungsprodukte im BVMed.

Die Krankenkassen fordern im aktuellen Anhörungsverfahren eine enge Definition, um Wundverbände mit Zusatznutzen wie antimikrobielle Wundauflagen aus der unmittelbaren Erstattungsfähigkeit auszuschließen. Betroffen wären davon vor allem Patienten mit besonders schweren Wunden.

Für „verbandmittelähnliche“ Medizinprodukte wird ein Bewertungsverfahren durch den Gemeinsamen Bundesausschuss eingeführt, mit dem die Notwendigkeit und der Nutzen nachgewiesen werden sollen. Dafür müssten spezifische Regeln definiert werden, die Medizinprodukte erfüllen können, fordern die Hersteller. .

Mehr: www.aerztezeitung.de/925764
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Fortschritt erLeben

    Die Initiative „Fortschritt erLeben – Patientenversorgung vor Ort“ möchte als Zusammenschluss mehrerer Medizintechnologie-Unternehmen die Bundesländer ermutigen, ihre gesundheitspolitischen Gestaltungsspielräume zu nutzen. Weiterlesen

  • "MedTech ambulant" informiert über Entlassmanagement und die Verordnung von Hilfsmitteln und Verbandmitteln

    Der BVMed informiert in seinem aktuellen Newsletter "MedTech ambulant" über die neuen Regelungen zum Entlassmanagement im Krankenhaus und die Verordnung von Hilfsmitteln und Verbandmitteln. Für "zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel" wie Inkontinenz- und Stomaprodukte sind Entlassverordnungen für den Bedarf von bis zu 7 Tagen möglich. Die Begrenzung der Verordnungsdauer gilt nicht für "zum Gebrauch bestimmte Hilfsmittel" wie Gehhilfen oder Antidekubitussysteme. Die Kooperation zwischen Krankenhäusern und Leistungserbringern bei der Umsetzung der nachstationär erforderlichen Hilfsmittelversorgung ist dabei weiter zulässig. Weiterlesen

  • BVMed zum Ärztetag: Zusatzbezeichnung Phlebologie beibehalten

    Der BVMed spricht sich für die Beibehaltung der Zusatz-Weiterbildung von Ärzten in Phlebologie aus. Hintergrund ist, dass der Deutsche Ärztetag in dieser Woche über die Abschaffung der Zusatzbezeichnung "Phlebologie" entscheidet. Die BVMed-Experten halten die Spezialisierung auf Erkrankungen der Venen für dringend erforderlich. Weiterlesen


©1999 - 2018 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik