Verbandmittel-Definition

Branche warnt vor Lücken in der Wundversorgung

Änderungsbedarf beim geplanten Heil- und Hilfsmittel-Versorgungsgesetz (HHVG) sehen die Anbieter moderner Wundauflagen. Sonst entstehen Versorgungslücken für 900.000 chronische Wundpatienten, wenn Verbandmittel nicht mehr vollständig von den Krankenkassen erstattet werden, berichtet die Ärzte Zeitung am 12. Dezember 2016. Diese Bedenken äußern beispielsweise die Initiative Chronische Wunden (ICW) und die Hersteller moderner Wundversorgungsprodukte im BVMed.

Die Krankenkassen fordern im aktuellen Anhörungsverfahren eine enge Definition, um Wundverbände mit Zusatznutzen wie antimikrobielle Wundauflagen aus der unmittelbaren Erstattungsfähigkeit auszuschließen. Betroffen wären davon vor allem Patienten mit besonders schweren Wunden.

Für „verbandmittelähnliche“ Medizinprodukte wird ein Bewertungsverfahren durch den Gemeinsamen Bundesausschuss eingeführt, mit dem die Notwendigkeit und der Nutzen nachgewiesen werden sollen. Dafür müssten spezifische Regeln definiert werden, die Medizinprodukte erfüllen können, fordern die Hersteller.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Minister Jens Spahn spricht auf dem "German MedTech Day" des BVMed am 25. Mai 2020 in Berlin

    Einen Tag vor Geltungsbeginn der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) spricht Gesundheitsminister Jens Spahn am 25. Mai 2020 auf dem "German MedTech Day" des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed, zum aktuellen Stand der Umsetzung der MDR und zu den Themen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020. Der "German MedTech Day" ist der Eröffnungstag der europäischen Branchenkonferenz "The MedTech Forum", die vom 25. bis 27. Mai 2020 in Berlin stattfindet und zu der über 1.000 internationale Teilnehmer erwartet werden. Weiterlesen

  • Neuer BVMed-Newsletter "MedTech ambulant" zu den neuen gesetzlichen Grundlagen für Verbandmittel

    Über die neuen gesetzlichen Grundlagen der Verbandmitteldefinition und was diese für die Verordnung und Erstattung von Verbandmitteln bedeuten informiert der BVMed in der neuesten Ausgabe seines "MedTech ambulant"-Newsletters. Der BVMed stellt dabei klar, dass sich bis 12 Monate nach der Veröffentlichung der Abgrenzungsrichtlinie, die derzeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erarbeitet wird, an der Verordnung von Verbandmitteln und der Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung nichts ändert. Weiterlesen

  • Die Vakuumversiegelungstherapie (VVS) kann zukünftig auch in der ambulanten Versorgung für die Behandlung von Wunden eingesetzt werden. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 19. Dezember 2019. Grundlage der Beschlüsse war die Bewertung der VVS im Vergleich zu einer Standardwundbehandlung. Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik