hydroaktive Wundauflagen

Sonderform Unterdruck-Wundtherapie

Neben den hydroaktiven Wundauflagen gibt es mit der Unterdruck-Wundtherapie eine weitere innovative Methode der Wundversorgung. Bei der Unterdruck-Wundtherapie wird mit einer Pumpe ein dauerhafter Unterdruck auf die Wunde erzeugt und Wundsekret abgesaugt. Dabei wird die Wunde mit einem Schwamm oder einer Gaze abgedeckt und luftdicht verschlossen. Das Wundklima bleibt dabei feucht, der Druck verteilt sich gleichmäßig. Das führt zu einer schnelleren und besseren Heilung.

Die wichtigsten Effekte der Therapie sind die Induktion der Granulationsgewebeneubildung, die effektive Wundreinigung, die Ödemreduktion und der kontinuierliche Abtransport von Wundsekret. Die Vakuumtherapie verhindert eine Sekretion in den Verband, schafft eine geschützte Wundumgebung und bietet ein ideal feuchtes Wundmilieu.

Die Unterdruck-Wundtherapie wird insbesondere bei chronischen Wunden genutzt, die sich nur schwer schließen lassen. Aufgrund der Besonderheit der Behandlung ist sie derzeit noch nicht grundsätzlich erstattungsfähig und wird zumeist im stationären Bereich eingesetzt. Für den ambulanten Bereich benötigt der Betroffene eine Einzelfall-Genehmigung seiner Krankenkasse.
  • Weitere Artikel zum Thema
  • BVMed: Unterdruck-Wundtherapie auch ambulant möglich | „Modernes Behandlungsverfahren für Patienten mit chronischen Wunden hat sich auch in der Coronakrise bewährt“

    Patienten mit chronischen Wunden können auch im ambulanten Bereich von den Vorteilen der Unterdruck-Wundtherapie (Vakuumversiegelungs-Therapie oder NPWT) profitieren. Das Verfahren, das bislang überwiegend in den Kliniken zum Einsatz kam, hat sich in der Coronakrise auch ambulant bewährt. Vorteile für die Patienten sind ein schnellerer Wundverschluss, weniger Komplikationen und geringere Amputationsraten. Die Krankenkassen erstatten die Unterdruck-Wundtherapie derzeit im Einzelfall. Noch im September 2020 soll der Bewertungsausschuss über die Erstattungsmöglichkeiten entscheiden. Weiterlesen

  • BVMed zum G-BA-Beschluss: Wundversorgung braucht Klarstellung

    Der BVMed sieht nach über vier Jahren Diskussion über die Definition von Verbandmitteln und der Abgrenzung nicht unmittelbar erstattungsfähiger Wundversorgungsprodukte noch immer keine Lösung, die die medizinisch gebotene Versorgung von Patienten mit akuten und chronischen Wunden sicherstellt. Der BVMed warnt ausdrücklich vor den Nachteilen für Patienten mit akuten und chronischen Wunden, wenn der aktuelle Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Verbandmittel-Definition so bestehen bleibt. Weiterlesen

  • GBA-Beschluss: Aus für antimikrobielle Wundauflagen beim diabetischen Fuß?

    Der GBA-Beschluss zur Verbandmittelabgrenzung treibt die Anbieter moderner Wundversorgung auf die Barrikaden. Hintergrund ist die Detailfrage, ob silberhaltige Auflagen am oder im Körper wirken, berichtet die ÄrzteZeitung. Weiterlesen


©1999 - 2020 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik