Wo finde ich Hilfe, wenn die Wunde nicht abheilt?

Eine Wunde wird als chronisch bezeichnet, wenn sie nicht innerhalb von acht Wochen abheilt. Kein Patient sollte sich damit abfinden und eine Wunde als Dauerzustand akzeptieren. Unbehandelte chronische Wunden sind ein großes Risiko für die eigene Gesundheit. Es drohen lebensgefährliche Zustände oder im Fall des Diabetischen Fußes das große Risiko einer Amputation. Patienten mit chronischen Wunden haben ein höheres Sterberisiko als andere Menschen. Daher sollte sich jeder Betroffene frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben, um die Ursachen abzuklären und rechtzeitig eine Therapie zu beginnen. Wo Sie Hilfe finden, erfahren Sie hier.

Eine Wunde wird als chronisch bezeichnet, wenn sie nicht innerhalb von acht Wochen abheilt. Kein Patient sollte sich damit abfinden und eine Wunde als Dauerzustand akzeptieren. Unbehandelte chronische Wunden sind ein großes Risiko für die eigene Gesundheit. Es drohen lebensgefährliche Zustände oder im Fall des Diabetischen Fußes das große Risiko einer Amputation. Patienten mit chronischen Wunden haben ein höheres Sterberisiko als andere Menschen. Daher sollte sich jeder Betroffene frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben, um die Ursachen abzuklären und rechtzeitig eine Therapie zu beginnen.

Wenn eine Wunde nicht normal abheilt, ihr Zustand sich verschlechtert und Sie nach 8 Wochen keine Besserung erkennen, ist Ihr erster Ansprechpartner der Hausarzt. Er wird die Wunde inspizieren und je nach Lage die Behandlung selbst einleiten oder Sie an einen Facharzt überweisen. Viele Hausärzte haben ihre Fachangestellten in moderner Wundbehandlung ausbilden lassen, sodass Ihnen auch das Praxisteam bei Ihrem Hausarzt fachkundig zur Seite steht.

Sollte sich Ihre Wunde in der hausärztlichen Behandlung jedoch nicht innerhalb eines Quartals verbessern und abheilen, dann sollte die bisherige Therapie überdacht oder eine ärztliche Zweitmeinung bei einem Facharzt eingeholt werden.

Facharzt für die Zweitmeinung
Obwohl es ärztliche Zusatzqualifikationen für die Wundbehandlung gibt, ist es nicht leicht am Praxisschild zu erkennen, wer Ihnen helfen kann. Für offene Beine sind Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Phlebologe, Gefäßchirurgen oder Angiologen die richtige Adresse. Patienten mit diabetischen Füßen finden oft in diabetologischen Schwerpunktpraxen mit angeschlossener Fußambulanz Hilfe und Unterstützung. Auch Chirurgen und Dermatologen können Sie mit Ihrem Problem ansprechen. Je nach Praxisausrichtung finden Sie dort Experten für chronische Wunden.

Regional werden Sie sogenannte Wundzentren- oder Ambulanzen finden, in denen Expertenteams die Patienten mit chronischen Wunden engagiert und mit großer Erfahrung behandeln. Diese Zentren sind teilweise auch in den Ambulanzen der Krankenhäuser angesiedelt.

In Deutschland haben sich ca. 40 Wundnetze gebildet, in denen Ärzte, Krankenhäuser, Pflegedienste und Homecare-Unternehmen gemeinschaftlich ein interdisziplinäres Angebot für Patienten mit chronischen Wunden aufgebaut haben. Diese Wundnetze können Sie z. B. hier im Internet recherchieren.

Fragen Sie auch bei Ihrer Krankenkasse nach, ob diese ein spezielles Versorgungsangebot für Sie anbietet. Bei einzelnen Kassen hat das Thema einen großen Stellenwert und so werden in Zusammenarbeit mit Ärzten und anderen Spezialisten spezielle Angebote für Patienten organisiert.

Ambulante Pflegedienste sind häufig der verlängerte Arm des Hausarztes bei der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden. Viele haben einzelne Pflegekräfte in ihrem Team zusätzlich zum Thema Moderne Wundversorgung weiterbilden lassen. Diese Pflegekräfte arbeiten eng mit den Ärzten zusammen und bieten Ihnen Hilfe und Unterstützung.

Eine weitere Möglichkeit bieten Ihnen zertifizierte Wundberater oder Wundmanager. Dabei handelt es sich um examinierte Pflegekräfte mit einer Zusatzausbildung, die bei Apotheken, Sanitätshäusern oder Homecare-Unternehmen angestellt sind oder auf selbständiger Basis ihre Dienste anbieten. Sie arbeiten eng mit Ärzten und ambulanten Pflegediensten zusammen und beraten diese bei der geeigneten Behandlung der Wunde. Sie beliefern das Rezept des Arztes über die benötigten Verband- und Hilfsmittel und finanzieren daraus ihre Tätigkeit. Die Einbindung eines Wundberaters sollte jedoch nur mit Zustimmung Ihres behandelnden Arztes erfolgen, da er die Therapiehoheit besitzt.

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