Chronische Wunden

Mangelhafte Versorgungssituation bei chronischen Wunden seit fast zehn Jahren unverändert schlecht

Hausarztumfrage von 2006 leider immer noch aktuell

Schon 2006 zeigte eine Umfrage des IGSF-Instituts unter Hausärzten die Probleme bei der Versorgung chronischer Wunden, Verbesserungen finden nur langsam statt.

Schon 2006 haben die Hausärzte die mangelnde Akzeptanz einer phasengerechten Wundversorgung seitens der Krankenkassen beklagt und die Budget- und Abrechnungsprobleme als Hauptwiderstände genannt. Auch wenn einzelne Beispiele zeigen, dass ein integriertes Versorgungsmanagement den Patienten bessere und schnellere Heilung verspricht, haben sich seit der Befragung weder die Versorgung noch die Akzeptanz seitens der Krankenkassen in der Breite geändert.

Auch im EBM hat es seit 2006 keine Verbesserung gegeben. Die Vergütungssituation sowie die Situation hinsichtlich der Richtgrößen bei der Verschreibung ist deshalb unverändert.

Weiterführender Link:
Abstract des IGSF zur Umfrage, Februar 2007
BVMed-Pressemeldung zur IGSF-Umfrage
  • Weitere Artikel zum Thema
  • Wundversorgung: Expertenrat empfiehlt neue Strukturen und umfassende Zusammenarbeit der Disziplinen

    Das Abschlusspapier des Expertenrats "Strukturentwicklung Wundmanagement" ist bei den Teilnehmern des 5. Wunddialogs des BVMed auf breite Zustimmung gestoßen. Das Gremium war vor zwei Jahren aus der Veranstaltungsreihe des BVMed hervorgegangen, um einheitliche Empfehlungen für die Behandlung chronischer Wunden zu formulieren. Die nun vorliegenden Ergebnisse enthalten sektorübergreifende, interdisziplinäre und interprofessionelle Vorschläge zu Diagnostik und Therapie. Experten aus Politik, Medizin, Pflege und Versorgung diskutierten am 5. Dezember 2019 in Berlin die Chancen und Grenzen der Empfehlungen. Sie sprachen sich für eine rasche Umsetzung aus. Weiterlesen

  • Neue Verbandmittel-Definition: BVMed will Übergangsfrist von 3 Jahren

    Der BVMed schlägt für die zukünftigen Erstattungsregelungen für "sonstige Produkte zur Wundbehandlung" nach der neuen Verbandmittel-Definition eine Übergangszeit von drei Jahren vor. "Die vom Ministerium vorgesehenen 12 Monate und vom Bundesrat vorgeschlagenen 24 Monate sind zu knapp bemessen, um den Nachweis der medizinischen Notwendigkeit der innovativen Wundversorgungsprodukte beispielsweise mit klinischen Studien zu erbringen", sagte BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll zur ersten Lesung des Faire-Kassenwettbewerb-Gesetzes (GKV-FKG) im Bundestag. Weiterlesen

  • BVMed: "Der G-BA muss die Erstattung für Wundversorgungsprodukte praxistauglich regeln"

    Der BVMed fordert eine praxistaugliche und am Patienten orientierte Neuregelung der Verbandmittel-Definition durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). "Das jetzt in Kraft getretene Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) macht leider die zukünftige Erstattungsfähigkeit von bestimmten Wundversorgungsprodukten sehr unklar", sagte BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. "Es ist dringend nötig, dass der G-BA nun eine praxistaugliche Regelung findet, die nicht zu einer Verschlechterung der Situation von Patienten mit chronischen Wunden führt", so Möll. Weiterlesen


©1999 - 2019 BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik