hydroaktive Wundauflagen

Mythen und Missverständnisse

Es halten sich etliche Vorurteile rund um die Behandlung chronischer Wunden. Was ist dran an folgenden Mythen?

"Eine Wunde braucht Luft zum Heilen."

Seit den 1960er-Jahren ist bekannt und heutzutage medizinisch anerkannt, dass Wunden am besten in einem feuchten Klima heilen. Moderne Wundauflagen schaffen dieses Klima und sind außerdem in der Lage Wundsekret aufzunehmen. Letzteres und der Abschluss der Wunde verhindert unangenehme Gerüche und verringert psychische Belastungen der Patienten, beispielsweise sich für die chronische Wunden zu schämen.

"Hydroaktive Wundverbände bieten keinen zusätzlichen Nutzen."

Studien und Leitlinien der Fachverbände besagen inzwischen das Gegenteil: Moderne Wundauflagen halten Wunden feucht, können zusätzlich antimikrobiell wirken, nehmen überschüssiges Sekret auf, schließen die Wunde ab, können länger auf der Wunde bleiben. Das alles führt zu selteneren Verbandwechseln, Ruhe für die Wunde, weniger Schmerzen bei den Patienten – was wiederum die Heilung beschleunigt. Eine schnellere Heilung der Wunde spart auch Kosten.

"Hydroaktive Wundauflagen sind teurer als traditionelle Verbände."

Der einzelne Stückpreis einer hydroaktiven Wundauflage ist oft höher. Aber: Moderne Wundversorgung verkürzt die Heilungszeit signifikant. Und das bedeutet: Die gesamte Behandlung wird billiger – weil weniger Material benötigt wird und die Patienten nicht so oft den Arzt oder Pflegedienst aufsuchen müssen. Außerdem lindern Kostenargumente nicht das Leid der Menschen.

"Hydroaktive Wundauflagen lösen Allergien aus."

Allergien können durch viele Stoffe ausgelöst werden – ein besonders erhöhtes Risiko gibt es nicht bei modernen Wundauflagen. Durch den technischen Fortschritt und neue Materialien besteht bei ihnen auch nicht die Gefahr, dass Reste in der Wunde bleiben, wie etwa Fasern von Gaze- oder Mullbinden.

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